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Assistenzhunde-Info

💚 Aufklärung, Hilfe & persönliche Erfahrungen zum Thema Assistenzhunde

Assistenzhunde News

Willkommen im News-Bereich.

In der Assistenzhundewelt verändert sich vieles – gesetzlich, gesellschaftlich und in der öffentlichen Wahrnehmung. Auf dieser News-Seite findest du einige Neuigkeiten zum Thema Assistenzhunde.

Updates zur Aufklärungsarbeit von Assistenzhunde-Info Einblicke in laufende Projekte, Öffentlichkeitsarbeit, Initiativen und Erfolge in der Aufklärungsarbeit von Assistenzhunde-Info. Jetzt lesen.

Aktuelle Nachrichten rund um Assistenzhunde in Deutschland von Gesetzesänderungen bis hin zu gesellschaftlichen Debatten. Jetzt lesen.

Ausführliche Beiträge zu verschiedenen Themen Jetzt lesen.

Aktuelles zur Aufklärungsarbeit von Assistenzhunde-Info

25.06.2025

1. Assistenzhunde-Infostand

Assistenzhunde-Info war zum ersten Mal als Infostand auf einer öffentlichen Veranstaltung vertreten und das aus einem besonders schönen Anlass:
Einer Spendenaktion zur Finanzierung eines Assistenzhundes.
Assistenzhunde-Info hat vor Ort aufgeklärt, informiert und zahlreiche Gespräche über Rechte, Arten und Aufgaben von Assistenzhunden geführt.
Vielen Dank an alle Unterstützenden und Interessierten!
📬 Interesse, den Assistenzhunde-Infostand bei deiner Veranstaltung einzuladen?
Dann nimm gerne Kontakt auf.

Assistenzhunde News

17.07.2025

Beitrag: Übergangsregeln für Assistenzhunde

Aktuelle Entwicklung bei Assistenzhunden in Deutschland. Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) §12 und die Assistenzhundeverordnung (AHundV) sind bereits in Kraft, regeln Zutrittsrechte und Ausbildungsstandards. Allerdings fehlen seit Juli 2024 zugelassene Ausbildungsstätten, was die Anerkennung neuer Assistenzhunde blockiert. Assistenzhunderainer:innen und Mensch-Assistenzhundeteams warten seit über einem Jahr auf eine Lösung. Das BMAS plant nach wie vor eine neue Übergangsregelung im Rahmen der BGG-Reform damit Assistenzhunde vorübergehend zertifiziert werden können. selbst wenn sie in einer nicht-zugelassenen Ausbildungsstätte ausgebildet wurden

10.07.2025

Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes angestrebt

Das Gesetz zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) soll im Sommer 2025 im Bundeskabinett beraten werden. Ziel ist es, den Zugang für Menschen mit Behinderungen auch im privaten Bereich zu verbessern, indem private Anbieter von Angeboten zur Barrierefreiheit verpflichtet werden. Ein entsprechender Referentenentwurf ist angekündigt.

01.07.2025

Keine Prüfungsmöglichkeiten für Assistenzhunde

Tragischer Effekt der Assistenzhundeverordnung: Seit dem Sommer 2024 läuft die Übergangsfrist aus, doch es gibt noch keine Stelle, die Ausbildungsstätten zertifiziert. Das bedeutet derzeit: keine Prüfungen, keine neuen offiziellen Assistenzhunde, auch wenn viele Teams bereit sind und warten. Viele Teams warten dringend auf eine Lösung, da sie ohne Anerkennung keine Zutrittsrechte haben. Bedenkt man, dass diese Menschen auf ihren Assistenzhund angewiesen sind und die Ausbildung hohe Kosten verursacht, kann man verstehen, warum die Situation auf Unverständnis trifft. Das Bundesministerium bestätigt die Verzögerungen und arbeitet an einer Übergangsregelung. Eine Petition von Dogs with Jobs e. V. fordert die Prüfungs- und Anerkennungsstruktur aus der Übergangszeit wiederherzustellen, damit inzwischen ausgebildete Teams einen rechtlich anerkannten Status erhalten können – solange keine offizielle Zertifizierungsstelle existiert.

Beiträge und Berichte - Ausführlich und Informativ

Bericht: Übergangsregeln für Assistenzhunde in Deutschland

Übergangsregeln für Assistenzhunde: Aktueller Stand und geplante Reformen

Datum: – Basierend auf aktuellen Entwicklungen im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und der Assistenzhundeverordnung (AHundV).

Das Gesetz ist in Kraft, doch die Instanzen, die es umsetzen sollen, fehlen. Konkret fehlt die offizielle Stellen, die Assistenzhunde Prüfer und Ausbildungsstätten zertifizieren kann. Somit gibt es keine Möglichkeit, Assistenzhunde prüfen und somit offiziell anerkennen zu lassen.

Wo zuvor eine Art Duldungspflicht für alle Assistenzhunde bestand, haben seit Juli 2024 nur noch anerkannte Assistenzhunde gesetzliche Zutrittsrechte, Ohne Prüfung, keine Anerkennung und keine Zutrittsrechte wodurch Menschen, die auf Assistenzhunde angewiesen sind in ihrem alltäglichem Leben und der Teilhabe eingeschränkt werden den Betroffene können ohne Anerkennung den Zutritt zu Geschäften, Behörden oder öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gesetzlich durchsetzen und sind auf Kulanz der Zutritts gebenden Personen angewiesen.

Eine bekannte Lösung

Geplante Reform und Übergangsregelung
Das BMAS plant eine vorübergehende Rechtsänderung im Rahmen der BGG-Reform: Assistenzhunde aus nicht zugelassenen Stätten können zertifiziert werden, wenn die Ausbildung schriftlich den AHundV-Standards entspricht. Dies soll den Engpass überbrücken. Eine Änderung die nicht neu ist den bereits 2024 gab es eine vorübergehende Übergangsregelung, die es erlaubte, Assistenzhunde aus nicht zugelassenen Ausbildungs-/Prüfungsstätten prüfen anerkennen zu lassen.

News vom 17.10.2025
Der Bericht aus "heute im Bundestag" (hib 529/2025) bestätigt diese Pläne basierend auf einer Regierungsantwort (21/2198) auf eine Anfrage der AfD-Fraktion.
Quelle: Vollständigen Artikel lesen hier klicken.

FSM - Hilfsfonds für Missbrauchsopfer gestoppt

Ein wichtiges Hilfsangebot – plötzlich beendet

Der Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) war jahrelang eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die in Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlebt haben. Besonders: Betroffene mussten keine Anzeige erstatten, um Unterstützung zu erhalten. Der Fonds bot niedrigschwellige, vertrauensvolle Hilfe was oft der erste Schritt zur Entlastung und Stabilität von Betroffenen beitrug.

Im März 2025 wurden die Mittel überraschend gestoppt. Alle Erstanträge nach dem 19 März können nicht mehr bewilligt werden. Zwischen Januar und Mitte März gingen laut BMFSFJ fast 1.000 Anträge ein. Ob und wie viele bewilligt werden können ist unklar.

Schock & Entsetzen

Die Entscheidung löste bundesweit Entsetzen aus. Viele Betroffene und Beratungsstellen waren mitten im Antragsprozess oder hatten lange auf Termine gewartet. Anfang 2025 wurde zudem bekannt, dass der Fonds aufgelöst werden soll. Der Bundesrechnungshof hatte die Auszahlungspraxis zuvor als „nicht haushaltsrechtskonform“ kritisiert.

Hilfsorganisationen verurteilen den Stopp als Schlag ins Gesicht. Organisationen wie der Weiße Ring reagierten mit deutlichen Worten. Bundesgeschäftsführerin Bianca Biwer bezeichnete den Antragsstopp als „beschämend und einen schweren Schlag für die Opfer“. Auch Landesvertreter wie Joachim Brandt (Schleswig-Holstein) übten Kritik: Die Entscheidung konterkariere die Arbeit vieler professioneller und ehrenamtlicher Helfer, die jeden Tag versuchen, Hoffnung zu geben.
Der abrupte Stopp zerstöre nicht nur Vertrauen, sondern sende auch ein fatal falsches Signal: dass die Unterstützung von Missbrauchsopfern abhängig von Verwaltungslogik und Haushaltslage sei.

Wichtig: Es handelt sich (noch) nicht um ein vollständiges „Schließen“ des Fonds im Sinne eines sofortigen Endes aller Leistungen. Es ist eine Auslaufphase mit klaren Fristen und Finanzierungsgrenzen.

Zusammenfassung

  • Erstanträge mit Eingang ab dem 19. März 2025 können voraussichtlich nicht mehr bewilligt werden.
  • Vollständige Anträge sollen bis 31. Dezember 2025 beschieden werden.
  • Auszahlungen zu bewilligten Leistungen erfolgen längstens bis 31. Dezember 2028.

Warum kommt es zu dieser Situation?

  • Geld falsch verwaltet: Der Fonds hatte Geld vom Bund, aber dieses Geld wurde teils jahrelang „geparkt“ und nicht richtig ausgegeben. Manche Leistungen wurden sogar bewilligt, ohne dass sicher war, dass genug Geld da ist.
  • Falsche Regeln bei Zahlungen:
    • Pauschale Zahlungen bis zu einer Maximalsumme, ohne zu prüfen, ob die Mittel verfügbar sind.
    • Keine Fristen für Abrechnungen – das Geld „stand offen“ und war schwer kontrollierbar.
    • Manchmal wurde Geld für Dinge ausgegeben, die eigentlich im Haushaltsplan nicht vorgesehen waren.
  • Verstöße gegen Haushalts- und Bundestagsrechte:
    • Mehr Geld versprochen / Anträge bewilligt, als Geld da war – der Bundestag wurde nicht richtig eingebunden.
    • Es gab eine Finanzierungslücke von über 53 Mio. Euro.
  • Mangelhafte Kontrolle:
    • Keine ordentliche Erfolgskontrolle oder Überprüfung, ob das Geld wirklich sinnvoll eingesetzt wurde.
    • Richtlinien wurden mehrfach geändert, ohne dass die zuständigen Stellen (z. B. Bundesministerium der Finanzen) korrekt beteiligt wurden.

Bedeutung für Antragstellende und Fachkräfte

Für Fachkräfte, Beratungsstellen und Betroffene bedeutet dies eine hohe Planungsexistenz-Unsicherheit. Es verändert sich nicht nur das Verfahren, sondern Potenzial und Reichweite der Hilfeleistungen werden eingeschränkt.

Ausblick & Fazit

Der Fonds FSM wird nicht sofort vollständig geschlossen, aber ein Auslaufen ist klar absehbar: mit Befristung der Antragstellung, beschränkten Mitteln und einer Auszahllimitierung bis Ende 2028. Aufgrund dieser Mängel wurde vom zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Neuaufstellung des EHSystems beschlossen, inklusive strengerer Regeln zur Antragstellung und Befristung.
Eine dauerhafte und rechtssichere Nachfolgeregelung ist bislang nicht verbindlich umgesetzt. Fachgremien fordern ausdrücklich eine gesetzliche Verankerung des Hilfesystems.

Quellen

Änderungen beim EHS: Geschäftsstelle FSM, 24.06.2025

Bundestagsdrucksache zur Weiterführung FSM: Stellungnahme der Bundesregierung vom 28.08.2025

Pressemitteilung Bundesrechnungshof: Prüfung des FSM durch den Bundesrechnungshof

Statement zur Einstellung des FSM: Aufarbeitungskommission

Fake Assistenzhund greift Blindenführhund am Flughafen an

Angriff auf Blindenführhund am Flughafen San Diego geht gut aus.

San Diego, Kalifornien – März 2025 Ein Reisender und sein Blindenführhund Anza wurden am Flughafen San Diego von einem unkontrollierten Hund angegriffen. Der Vorfall der leider nicht selten vorkommt.
Am Abend des 7. März 2025 landete der Betroffene mit seinem Blindenführhund Anza in San Diego. Ein Moment der voller emotionaler Bedeutung werden sollte den der Welpenpate von Anza wartete auf ein Wiedersehen. Doch kurz nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug wurde das Team von einem freilaufenden Hund attackiert, der knurrend und mit gefletschten Zähnen auf sie zustürmte. Der Reisende stellte sich instinktiv schützend vor seinen Hund, während ein Flughafenmitarbeiter hilflos zusah. Der Besitzer des angreifenden Hundes griff schließlich ein und entfernte das Tier, doch der Schaden war bereits angerichtet: Der Betroffene erlitt einen Schock, und die potenziellen Konsequenzen für Anza hätten verheerend sein können.

Blindenführhunde wie Anza durchlaufen eine intensive Ausbildung, die bis zu 70.000 US-Dollar kostet. Sie sind darauf trainiert, in stressigen Umgebungen ruhig und fokussiert zu bleiben. Ein Angriff durch einen untrainierten Hund kann jedoch zu Traumata führen, die den Hund arbeitsunfähig machen.
Laut Experten aus dem Bereich Assistenzhunde sind solche Vorfälle leider keine Seltenheit und vollständig vermeidbar.

„In diesen zwei Sekunden geriet meine Welt ins Wanken“, berichtet der Betroffene. „Anza ist nicht nur mein Hund, er ist meine Freiheit, meine Augen und meine Sicherheit. Ein solcher Angriff kann das Ende einer Karriere für einen Assistenzhund bedeuten und somit die Unabhängigkeit des Menschen zerstören".

Delta airlines handelt: Der Vorfall wurde von Delta Airlines ernst genommen: Der Besitzer des angreifenden Hundes, der fälschlicherweise angab, es handle sich um einen Assistenzhund (tatsächlich war es ein Emotional Support Animal), wurde für zukünftige Flüge gesperrt.

Apell des Betroffenen:
Dimitris appelliert an die Öffentlichkeit: „Wenn Sie einen Hund haben, halten Sie ihn unter Kontrolle. Assistenzhunde sind keine Haustiere - sie sind lebenswichtige Partner. Lassen Sie nicht zu, dass ein Moment der Nachlässigkeit jemandes Unabhängigkeit zerstört.“ Der Betroffene fordert strengere Regelungen in öffentlichen Räumen wie Flughäfen, um echte Assistenzhunde von untrainierten Tieren zu unterscheiden und Angriffe zu verhindern. Organisationen wie die Guide Dogs of America und ähnliche Verbände unterstützen diesen Aufruf und betonen die Bedeutung von Bildung und Verantwortung.

Link zum Facebook-Beitrag von der betroffenen Person