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Assistenzhunde-Info

💚 AufklĂ€rung, Hilfe & persönliche Erfahrungen zum Thema Assistenzhunde

Assistenzhunde News

Willkommen im News-Bereich.

In der Assistenzhundewelt verĂ€ndert sich vieles – gesetzlich, gesellschaftlich und in der öffentlichen Wahrnehmung. Auf dieser News-Seite findest du einige Neuigkeiten zum Thema Assistenzhunde.

Updates zur AufklĂ€rungsarbeit von Assistenzhunde-Info Einblicke in laufende Projekte, Öffentlichkeitsarbeit, Initiativen und Erfolge in der AufklĂ€rungsarbeit von Assistenzhunde-Info. Jetzt lesen.

Aktuelle Nachrichten rund um Assistenzhunde in Deutschland von GesetzesÀnderungen bis hin zu gesellschaftlichen Debatten. Jetzt lesen.

AusfĂŒhrliche BeitrĂ€ge zu verschiedenen Themen Jetzt lesen.

Aktuelles zur AufklÀrungsarbeit von Assistenzhunde-Info

25.10.2025

„BrĂŒcken statt Barrieren – Offenes Ohr und Offene TĂŒr“ ein Aktionstag des Vereins fĂŒr Seh- und Hörbehinderung Ratingen (VSHB)

Am Samstag, 25. Oktober 2025, lud der Verein fĂŒr Seh- und Hörbehinderung Ratingen (VSHB) zum Aktionstag „BrĂŒcken statt Barrieren – Offenes Ohr und Offene TĂŒr“ ein. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, sich ĂŒber Hilfsmittel, Beratung und Inklusionsangebote zu informieren. Zahlreiche Akteure und Partner stellten praxisnahe UnterstĂŒtzung fĂŒr Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen vor. Besonderes Interesse weckte die Hundeschule Apel: Assistenzhundetrainerin Frau Rank war mit mehreren Assistenzhundeteams und Hunden in Ausbildung vor Ort. Auch ich war als ehemaliges Trainingsteam mit einem Assistenzhunde-Infostand vertreten und konnte viele spannende GesprĂ€che fĂŒhren. Fazit: Ein gelungener Tag voller Begegnungen, AufklĂ€rung und gelebter Inklusion – ganz im Sinne des Mottos „BrĂŒcken statt Barrieren“.

23.10.2025

Neue Anfragen fĂŒr die Hundesteuerbefreiung von Assistenzhunden ist raus

Neue Runde im Einsatz fĂŒr Steuerbefreiung aller Assistenzhunde. Ziel ist es, alle Assistenzhunde – nicht nur BlindenfĂŒhrhunde – bedingungslos von der Hundesteuer zu befreien, unabhĂ€ngig vom Behinderungsgrad oder Merkzeichen. Neue Anfragen sind offiziell an die StĂ€dte Stuttgart, Dresden, Berlin, Bonn, Dortmund und Frankfurt gesendet worden. Alte Anfragen aus Juni oder frĂŒher wurden erneut verschickt, diesmal zusĂ€tzlich an die Inklusionsbeauftragten, z. B. der Stadt Köln und Moers. ZusĂ€tzlich habe ich bei einzelnen StĂ€dten, unter anderem Essen, angefragt, die geplanten SatzungsĂ€nderungen auf ihrer Website zu ergĂ€nzen und damit online sichtbar zu machen. Hamm bestĂ€tigte bereits im Juli, dass eine Satzungsanpassung sinnvoll wĂ€re; eine Umsetzung steht bisher jedoch aus. Ich bleiben dran. Assistenzhunde sind Hilfsmittel – und kein steuerpflichtiger Luxus.

10.10.2025

Hundesteuerbefreiung fĂŒr Assistenzhunde in Duisburg

Zuvor konnten nur BlindenfĂŒhrhunde von der Hundesteuer befreit werden. Nach einer Anfrage von Assistenzhunde-Info können in Duisburg nun alle Assistenzhunde von der Hundesteuer befreit werden.

Assistenzhunde News

06.05.2025

Namensanpassung BMEL wird zu BMELH

Das Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft bekommt den Zusatz Heimat. Die Namensanpassung ergab sich aus dem Regierungswechsel unter Bundeskanzler Merz. Im Rahmen des Organisationserlasses wurde dem Ministerium zusĂ€tzlich die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr Heimat und gleichwertige LebensverhĂ€ltnisse ĂŒbertragen. 📌 Info: In vielen Quellen, URLs oder PDFs ist weiterhin das KĂŒrzel BMEL zu finden – das ist entweder historisch bedingt oder liegt daran, dass bmel.de als Webadresse beibehalten wurde.

20.03.2025

Barrierefreiheit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Optimiert

Neue Ausweitung des Angebots in Leichter Sprache und in GebÀrdensprache auf der Homepage.

22.02.2025

NDR Nordreportage: Assistenzhunde - Lebenshilfe auf vier Pfoten

Ein 18-minĂŒtiger Beitrag ĂŒber verschiedene Assistenzhundesparten und erklĂ€rt ihre Rolle im Alltag der Betroffenen.

BeitrĂ€ge und Berichte - AusfĂŒhrlich und Informativ

Bericht: Übergangsregeln fĂŒr Assistenzhunde in Deutschland

Übergangsregeln fĂŒr Assistenzhunde: Aktueller Stand und geplante Reformen

Datum: – Basierend auf aktuellen Entwicklungen im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und der Assistenzhundeverordnung (AHundV).

Das Gesetz ist in Kraft, doch die Instanzen, die es umsetzen sollen, fehlen. Konkret fehlt die offizielle Stellen, die Assistenzhunde PrĂŒfer und AusbildungsstĂ€tten zertifizieren kann. Somit gibt es keine Möglichkeit, Assistenzhunde prĂŒfen und somit offiziell anerkennen zu lassen.

Wo zuvor eine Art Duldungspflicht fĂŒr alle Assistenzhunde bestand, haben seit Juli 2024 nur noch anerkannte Assistenzhunde gesetzliche Zutrittsrechte, Ohne PrĂŒfung, keine Anerkennung und keine Zutrittsrechte wodurch Menschen, die auf Assistenzhunde angewiesen sind in ihrem alltĂ€glichem Leben und der Teilhabe eingeschrĂ€nkt werden den Betroffene können ohne Anerkennung den Zutritt zu GeschĂ€ften, Behörden oder öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gesetzlich durchsetzen und sind auf Kulanz der Zutritts gebenden Personen angewiesen.

Eine bekannte Lösung

Geplante Reform und Übergangsregelung
Das BMAS plant eine vorĂŒbergehende RechtsĂ€nderung im Rahmen der BGG-Reform: Assistenzhunde aus nicht zugelassenen StĂ€tten können zertifiziert werden, wenn die Ausbildung schriftlich den AHundV-Standards entspricht. Dies soll den Engpass ĂŒberbrĂŒcken. Eine Änderung die nicht neu ist den bereits 2024 gab es eine vorĂŒbergehende Übergangsregelung, die es erlaubte, Assistenzhunde aus nicht zugelassenen Ausbildungs-/PrĂŒfungsstĂ€tten prĂŒfen anerkennen zu lassen.

News vom 17.10.2025
Der Bericht aus "heute im Bundestag" (hib 529/2025) bestÀtigt diese PlÀne basierend auf einer Regierungsantwort (21/2198) auf eine Anfrage der AfD-Fraktion.
Quelle: VollstÀndigen Artikel lesen hier klicken.

FSM - Hilfsfonds fĂŒr Missbrauchsopfer gestoppt

Ein wichtiges Hilfsangebot – plötzlich beendet

Der Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) war jahrelang eine zentrale Anlaufstelle fĂŒr Menschen, die in Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlebt haben. Besonders: Betroffene mussten keine Anzeige erstatten, um UnterstĂŒtzung zu erhalten. Der Fonds bot niedrigschwellige, vertrauensvolle Hilfe was oft der erste Schritt zur Entlastung und StabilitĂ€t von Betroffenen beitrug.

Im MĂ€rz 2025 wurden die Mittel ĂŒberraschend gestoppt. Alle ErstantrĂ€ge nach dem 19 MĂ€rz können nicht mehr bewilligt werden. Zwischen Januar und Mitte MĂ€rz gingen laut BMFSFJ fast 1.000 AntrĂ€ge ein. Ob und wie viele bewilligt werden können ist unklar.

Schock & Entsetzen

Die Entscheidung löste bundesweit Entsetzen aus. Viele Betroffene und Beratungsstellen waren mitten im Antragsprozess oder hatten lange auf Termine gewartet. Anfang 2025 wurde zudem bekannt, dass der Fonds aufgelöst werden soll. Der Bundesrechnungshof hatte die Auszahlungspraxis zuvor als „nicht haushaltsrechtskonform“ kritisiert.

Hilfsorganisationen verurteilen den Stopp als Schlag ins Gesicht. Organisationen wie der Weiße Ring reagierten mit deutlichen Worten. BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Bianca Biwer bezeichnete den Antragsstopp als „beschĂ€mend und einen schweren Schlag fĂŒr die Opfer“. Auch Landesvertreter wie Joachim Brandt (Schleswig-Holstein) ĂŒbten Kritik: Die Entscheidung konterkariere die Arbeit vieler professioneller und ehrenamtlicher Helfer, die jeden Tag versuchen, Hoffnung zu geben.
Der abrupte Stopp zerstöre nicht nur Vertrauen, sondern sende auch ein fatal falsches Signal: dass die UnterstĂŒtzung von Missbrauchsopfern abhĂ€ngig von Verwaltungslogik und Haushaltslage sei.

Wichtig: Es handelt sich (noch) nicht um ein vollstĂ€ndiges „Schließen“ des Fonds im Sinne eines sofortigen Endes aller Leistungen. Es ist eine Auslaufphase mit klaren Fristen und Finanzierungsgrenzen.

Zusammenfassung

  • ErstantrĂ€ge mit Eingang ab dem 19. MĂ€rz 2025 können voraussichtlich nicht mehr bewilligt werden.
  • VollstĂ€ndige AntrĂ€ge sollen bis 31. Dezember 2025 beschieden werden.
  • Auszahlungen zu bewilligten Leistungen erfolgen lĂ€ngstens bis 31. Dezember 2028.

Warum kommt es zu dieser Situation?

  • Geld falsch verwaltet: Der Fonds hatte Geld vom Bund, aber dieses Geld wurde teils jahrelang „geparkt“ und nicht richtig ausgegeben. Manche Leistungen wurden sogar bewilligt, ohne dass sicher war, dass genug Geld da ist.
  • Falsche Regeln bei Zahlungen:
    • Pauschale Zahlungen bis zu einer Maximalsumme, ohne zu prĂŒfen, ob die Mittel verfĂŒgbar sind.
    • Keine Fristen fĂŒr Abrechnungen – das Geld „stand offen“ und war schwer kontrollierbar.
    • Manchmal wurde Geld fĂŒr Dinge ausgegeben, die eigentlich im Haushaltsplan nicht vorgesehen waren.
  • VerstĂ¶ĂŸe gegen Haushalts- und Bundestagsrechte:
    • Mehr Geld versprochen / AntrĂ€ge bewilligt, als Geld da war – der Bundestag wurde nicht richtig eingebunden.
    • Es gab eine FinanzierungslĂŒcke von ĂŒber 53 Mio. Euro.
  • Mangelhafte Kontrolle:
    • Keine ordentliche Erfolgskontrolle oder ÜberprĂŒfung, ob das Geld wirklich sinnvoll eingesetzt wurde.
    • Richtlinien wurden mehrfach geĂ€ndert, ohne dass die zustĂ€ndigen Stellen (z. B. Bundesministerium der Finanzen) korrekt beteiligt wurden.

Bedeutung fĂŒr Antragstellende und FachkrĂ€fte

FĂŒr FachkrĂ€fte, Beratungsstellen und Betroffene bedeutet dies eine hohe Planungsexistenz-Unsicherheit. Es verĂ€ndert sich nicht nur das Verfahren, sondern Potenzial und Reichweite der Hilfeleistungen werden eingeschrĂ€nkt.

Ausblick & Fazit

Der Fonds FSM wird nicht sofort vollstĂ€ndig geschlossen, aber ein Auslaufen ist klar absehbar: mit Befristung der Antragstellung, beschrĂ€nkten Mitteln und einer Auszahllimitierung bis Ende 2028. Aufgrund dieser MĂ€ngel wurde vom zustĂ€ndigen Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Neuaufstellung des EHSystems beschlossen, inklusive strengerer Regeln zur Antragstellung und Befristung.
Eine dauerhafte und rechtssichere Nachfolgeregelung ist bislang nicht verbindlich umgesetzt. Fachgremien fordern ausdrĂŒcklich eine gesetzliche Verankerung des Hilfesystems.

Quellen

Änderungen beim EHS: GeschĂ€ftsstelle FSM, 24.06.2025

Bundestagsdrucksache zur WeiterfĂŒhrung FSM: Stellungnahme der Bundesregierung vom 28.08.2025

Pressemitteilung Bundesrechnungshof: PrĂŒfung des FSM durch den Bundesrechnungshof

Statement zur Einstellung des FSM: Aufarbeitungskommission

Fake Assistenzhund greift BlindenfĂŒhrhund am Flughafen an

Angriff auf BlindenfĂŒhrhund am Flughafen San Diego geht gut aus.

San Diego, Kalifornien – MĂ€rz 2025 Ein Reisender und sein BlindenfĂŒhrhund Anza wurden am Flughafen San Diego von einem unkontrollierten Hund angegriffen. Der Vorfall der leider nicht selten vorkommt.
Am Abend des 7. MĂ€rz 2025 landete der Betroffene mit seinem BlindenfĂŒhrhund Anza in San Diego. Ein Moment der voller emotionaler Bedeutung werden sollte den der Welpenpate von Anza wartete auf ein Wiedersehen. Doch kurz nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug wurde das Team von einem freilaufenden Hund attackiert, der knurrend und mit gefletschten ZĂ€hnen auf sie zustĂŒrmte. Der Reisende stellte sich instinktiv schĂŒtzend vor seinen Hund, wĂ€hrend ein Flughafenmitarbeiter hilflos zusah. Der Besitzer des angreifenden Hundes griff schließlich ein und entfernte das Tier, doch der Schaden war bereits angerichtet: Der Betroffene erlitt einen Schock, und die potenziellen Konsequenzen fĂŒr Anza hĂ€tten verheerend sein können.

BlindenfĂŒhrhunde wie Anza durchlaufen eine intensive Ausbildung, die bis zu 70.000 US-Dollar kostet. Sie sind darauf trainiert, in stressigen Umgebungen ruhig und fokussiert zu bleiben. Ein Angriff durch einen untrainierten Hund kann jedoch zu Traumata fĂŒhren, die den Hund arbeitsunfĂ€hig machen.
Laut Experten aus dem Bereich Assistenzhunde sind solche VorfÀlle leider keine Seltenheit und vollstÀndig vermeidbar.

„In diesen zwei Sekunden geriet meine Welt ins Wanken“, berichtet der Betroffene. „Anza ist nicht nur mein Hund, er ist meine Freiheit, meine Augen und meine Sicherheit. Ein solcher Angriff kann das Ende einer Karriere fĂŒr einen Assistenzhund bedeuten und somit die UnabhĂ€ngigkeit des Menschen zerstören".

Delta airlines handelt: Der Vorfall wurde von Delta Airlines ernst genommen: Der Besitzer des angreifenden Hundes, der fĂ€lschlicherweise angab, es handle sich um einen Assistenzhund (tatsĂ€chlich war es ein Emotional Support Animal), wurde fĂŒr zukĂŒnftige FlĂŒge gesperrt.

Apell des Betroffenen:
Dimitris appelliert an die Öffentlichkeit: „Wenn Sie einen Hund haben, halten Sie ihn unter Kontrolle. Assistenzhunde sind keine Haustiere - sie sind lebenswichtige Partner. Lassen Sie nicht zu, dass ein Moment der NachlĂ€ssigkeit jemandes UnabhĂ€ngigkeit zerstört.“ Der Betroffene fordert strengere Regelungen in öffentlichen RĂ€umen wie FlughĂ€fen, um echte Assistenzhunde von untrainierten Tieren zu unterscheiden und Angriffe zu verhindern. Organisationen wie die Guide Dogs of America und Ă€hnliche VerbĂ€nde unterstĂŒtzen diesen Aufruf und betonen die Bedeutung von Bildung und Verantwortung.

Link zum Facebook-Beitrag von der betroffenen Person